Kategorie: Allgemein

Ü50 Triumph beim Hallenturnier in Lechtingen

Nach mehrjähriger Corona bedingter Unterbrechung konnten die Preussn Ü50 beim hochkarätig besetzten Turnier ihr Können endlich wieder unter Beweis stellen. Von Beginn zeigte sich das Hasselmann Team hochkonzentriert.

Nach einem 3:0 Erfolg über Belm folgte mit gleichem Resultat der Erfolg gegen die Gstgeber, ehe im dritten Spiel gegen den Vize Niedersachsenmeister aus Hollage eine echte Hausnummer der Gegner war. Tatsächlich mußte man frühzeitig einen Rückstand aufholen, tat das jedoch in bemerkenswerter Weise und als Robert Frankenberg zum 2:1 Siegtreffer einnetzte, waren die Verhältnisse verdientermaßen wieder gerade gerückt.

Nach einer längeren Pause fehlte gegen den langjährigen Kontrahenten aus Kloster Oesede die letzte Konzentration und so mußte man nach früher Führung durch Elmar kurz vor dem Abpfiff den Ausgleich hinnehmen.

Dennoch reichte dieses Remis zum vorzeitigen Turniersieg und so war das letzte Spiel gegen Tus Haste reines Schaulaufen, bei dem sich insbesondere Paul mit 3 Treffern hervortat. Endstand war 5:1 und wieder einmal anerkannten die guten Gegner die überragenden Leistungen der Preussen!

Aufstellung:

  1. Oliver Köther
  2. Henrik Hasselmann 2
  3. Elmar Langeteepe 5
  4. Alatin Abi 3
  5. Heiko Herrmann 2
  6. Helmut Lindemann
  7. Robert Frankenberg 2
  8. Waldi Schürbrock

Preussen Lengerich gibt Trainingsgelände Aldruper Damm auf

Fehlender Bedarf und hoher Pflegeaufwand – Mitte 1990er Jahre in Eigenregie errichtet

In zahlreichen Arbeitseinsätzen baut der SC Preussen Lengerich sein Trainingsgelände am Aldruper Damm bis Ende März 2023 zurück. Das Bild zeigt den Abbau der Ballfangzäune mit Befestigungsstangen. Die Demontage der Flutlichtmasten erfolgt Anfang des Jahres.

Nur wenig erinnert derzeit noch an die Fußballtrainingsplätze am Aldruper Damm, denn inzwischen holt sich die Natur, sprich Maulwurf, Regenwurm und Kaninchen, ihr Terrain zurück. Seit Mitte der 1990er Jahre betreibt der SCP ein gepachtetes provisorisches Trainingsgelände im Außenbereich am Aldruper Damm. Damals hatte der Verein seine hohe Zeit und nahm teilweise mit sieben Seniorenteams plus Alte Herren und über 20 Juniorenteams am Spielbetrieb teil. Das städtische Stadion an der Münsterstraße war total überlastet und es entbrannte ein stetiger Kampf um die Trainingsplätze, egal ob Asche oder Rasenplatz. Der damalige, äußerst rührige Vorsitzende Heinrich Howe und sein Vertreter Horst Tenfelde nahmen sich dieser Notsituation an. Es wurde in Abstimmung mit der Stadt Lengerich von Howe als Grundstückseigentümer eine landwirtschaftliche Fläche angepachtet und darauf in Eigenregie mit vereinten Kräften ein Trainingsgelände mit zwei Spielfeldern, Materialcontainern, Flutlichtmasten, Ballfangzäunen und Parkstreifen errichtet. Über 25 Jahre konnten sowohl Senioren- als auch die vielen Juniorenmannschaften die Plätze nutzen. Allerdings barg die über zwei Kilometer lange Anfahrt über den viel befahrenen Aldruper Damm ohne Radweg gerade für Kinder- und Jugendliche eine stetige und große Unfallgefahr. Das führte dann nach mehreren vergeblichen Anläufen im Jahr 2019 endlich zur Umwandlung des Stadion-Ascheplatzes in einen Kunstrasenplatz mit der vertraglichen Prämisse, das Jugendtraining und -spiele nur noch im Stadion an der Münsterstraße stattfinden durften. Und auch die bis dato erfolgte regelmäßige Platzpflege am Aldruper Damm durch die Stadt entfiel und musste nun in Vereinsregie übernommen werden. Etliche vereinsinterne Arbeitseinsätze zum Gehölzfreischnitt, Walzen, Düngen etc. wurden nötig, neue Wassersprenger und ein Aufsitzmäher mussten angeschafft werden. Zuletzt trainierten nur noch die Alten Herren und teilweise die 1./2. und 3. Herren bei Überschneidungen auf dem Gelände. Im Vereinsvorstand wurde lange überlegt, ob das Trainingsgelände beibehalten werden soll. „Inzwischen ist der Pflege- und Kostenaufwand einfach viel zu hoch geworden und auch unser Bedarf ist dementsprechend nicht mehr vorhanden“, sagt Sportvorstand Henrik Haßelmann, der federführend die Organisation der Anlage betreute. In enger und einvernehmlicher Abstimmung mit der Eigentümerfamilie Howe wurde nun der Pachtvertrag beendet und der Verein baut das Gelände sukzessive bis März 2023 zurück, damit es zukünftig wieder landwirtschaftlich genutzt werden kann. Glücklicherweise konnten inzwischen für die Tore, Container und Flutlichtmasten zumeist kostenneutral interessierte Abnehmer gefunden werden. Der Rest muss über die Abfallbetriebe entsorgt werden. „Wir sind guter Hoffnung, dass wir die zeitliche Schiene bis Ende März einhalten können“, so Preussen’s Vorstandssprecherin Elke Roggenland. Parallel wurde im Vorfeld mit dem Sportamt der Stadt geklärt, dass als neue Trainingsalternative der top gepflegte städtische Sportplatz am Niedermarker Damm (Waldorf-Kindergarten), mit vorhandenen Umkleidekabinen und Duschen, neben dem FC Grün Weiß Lengerich, auch für eine Nutzung durch Preussen Lengerich zur Verfügung stehen wird. Dann wird der Aldruper Damm Geschichte sein, bis dahin sind jedoch noch einige Arbeitseinsätze nötig.

(Text: Günter Tierp/Fotos: SCP)

40. Wiedersehen von Preussen`s A-Jugend nach Bezirksliga Aufstieg 1982

Alle Jungs von damals sind gekommen – Fachsimpelei und Erinnerungen lebten auf

(Foto: Moritz Schott)
Preussen Lengerichs Bezirksliga-Aufstiegs A 1 Jugend von 1982 traf sich nach 40. Jahren zur Wiedersehensfeier am 5. November 2022 im Clubheim:
hinten v.l.: Jörg Menebröcker, Manuel Knemöller, Jens Averdiek, Carsten Westermann, Frank Düing, Michael Raß, Thomas Haddenhorst, Stefan Garbais, Christian Brune, Ulrich Wessel
vorne v.l.: Jürgen Scheffler, Ralf Blom, Uwe Feldmeier, Martin Geest, Ralf Zimmer, Markus Schott, Klaus Hülsmann (Kapitän), Trainer Udo Kauschke

 

Im Fotoarchiv fand sich dieses Mannschaftsfoto in den legendären gelben Trikots, die so gar nicht zu den Preussen-Vereinsfarben blau/weiss passten

War das eine große Wiedersehensfreude am 05.11.2022 im Clubheim. Genau 40 Jahre nach ihrem Bezirksliga-Aufstieg in der Saison 1981/82 unter Trainer Udo Kauschke trafen sich die inzwischen leicht graumelierten Ex-A-Jugendlichen von Preussen Lengerich zum geselligen Wiedersehen. Markus Schott und Jörg Menebröcker hatten sich im Vorfeld um die Organisation und Einladungen gekümmert. Viele haben Lengerich inzwischen zwar aus privaten oder beruflichen den Rücken gekehrt und mussten ausfindig gemacht werden. Umso schöner dann, dass alle Jungs von damals wieder dabei waren. Auf Seite 121 der Preussen-Festschrift zum 100jährigen Bestehen im Jahr 2006 wird der Aufstieg des erfolgreichen Teams expliziert mit Foto und Text gewürdigt. Da wurden beim Wiedersehen jetzt natürlich wieder die alten Bilder von Siegen, Niederlagen, Spielszenen und den unzähligen Feiern lebendig. Vor allem die alten Spitznamen wie: Hülle, Putte, Gustl, Chef, Zimmi, Mene, Katte usw. waren allgegenwärtig.  In der äußerst spielstarken Bezirksliga mit vielen Ruhrpott-Mannschaften wie SG Wattenscheid, Marl-Hüls, Horst-Emscher, Buer-Hassel, SV Sodingen, Langenbochum usw. belegte die Truppe gleich in der ersten Saison einen respektablen 3. Platz. Folgende Spieler bildeten seinerzeit den Kader:

Jens Averdiek, Ralf Blom, Christian Brune, Frank Düing, Uwe Feldmeier, Stefan Garbais, Martin Geest, Peter Geest, Thomas Haddenhorst, Klaus Hülsmann (Kapitän), Manuel Knemöller, Jörg Menebröcker, Michael Raß, Jürgen Scheffler (Tor), Markus Schott, Ulrich Wessel, Carsten Westermann, Ralf Zimmer, Trainer Udo Kauschke.

Die meisten Jungs haben ihre Fußballstiefel inzwischen zwar an den berühmten Nagel gehängt, aber die Liebe zum runden Leder leben sie umso mehr als Fans ihrer Lieblingsvereine und bei unzähligen Diskussionen um die Entwicklung im Profi- und Amateurfußball in passiver Weise aus. Da rankten sich die Gespräche natürlich um den höchst umstrittenen Videobeweis und den „Kölner Keller“, die unrealistisch hohen Ablösesummen und das Wechselgezerre der Profivereine bei Spielern, Trainern und Managern. Deshalb war es nicht verwunderlich, dass ein Fazit des Abends hieß: „Unser Fußballspiel früher war doch insgesamt ehrlicher und unkomplizierter“

(Text: Günter Tierp)