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Trainingsauftakt des SC Preussen Lengerich
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„Wenn er fit ist, und das wird er werden, ist Sergej auf jeden Fall eine Verstärkung für uns“, sieht es Trainer Dietmar Schallenberg rein sportlich. „Mann mus verzeihen können, und wir vom Trainerteam sind nicht nachtragend.“ In der vergangenen Saison hatten die Preußen bereits fest mit Sergej Leonhard geplant. Dann kurz vor Ende der Wechselfrist meldete er sich doch noch ab, um bei der Reserve von SF Lotte Trainer zu werden. Das nahmen ihm die Lengericher logischerweise übel, hatte er doch seine Zusage länst gegeben, weiter für die Preußen kicken zu wollen. Doch das Angebot aus Lotte war lukrativ und er entschied sich anders.
Glücklich wurde er am Autobahnkreuz nicht. Schon nach wenigen Monaten wurde Leonhard als Trainer abgelöst und meldete sich im Winter nach der Vorstellung des neuen Trainers Hannes Pohlmann wieder ab. Er schloss sich dem SC Melle 03 an. Aber auch dort fand er kein Glück, absolvierte nur wenige Spiele und war zuletzt gar nicht mehr dabei. Nun wagt er in Lengerich einen Neuanfang.
„Dort habe ich mich immer wohlgefühlt“, äußert der 35-Jährige. „Es war auch für ihn sicherlich kein leichter Schritt, bei uns anzufragen. Aber er hat es getan mit dem festen Versprechen, alles zu geben und sich für den verein einzusetzen. Diese Chance wollen wir ihm geben“, stellt Dietmar Schallenberg klar.
Die Wunden der letztjährigen plötzlichen Trennung sind allerdings noch nicht ganz verheilt. Deshalb befragte er neben dem Vorstand auch die Mannschaft. „Alle waren dafür. Für die Spieler sind die Probleme von damals ausgeräumt. Ärger mit der Mannschaft oder dem Trainerteam hat es ja auch gar nicht gegeben. Sauer waren alle, wegen der so späten Absage. Da konnten wir nicht mehr reagieren und einen neuen Spieler verpflichten. Das ist nun vergessen. Hängt Sergej sich voll rein, wird es keine Probleme mehr geben“, betont Schallenberg.“
Der ist davon überzeugt, dass der Kader mehr Qualität besitzt als im Vorjahr. Vor allem kann er flexibler trainieren, steht ihm neben einem Betreuer, Torwart-Trainer Christian Bräuer und Co-Trainer Stefan Gebben doch mit Frank Rosenbusch ein weiterer Co-Trainer zur Verfügung. Derzeit umfasst der Kader 27 Spieler. Bis zum Saisonbeginn soll er ausgedünnt werden. Schallenberg möchte mit 20 bis 22 Leuten arbeiten.
Quelle: Westf. Nachrichten vom 10.07.10 - Autor & Bild: ALFRED STEGEMANN