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Kein schöner Abgang
So ganz wohl in seiner Haut fühlte sich Dietmar Schallenberg von Anfang an nicht. Am Freitagabend hatte der Trainer des SC Preußen Lengerich zu einer Mannschaftsfeier eingeladen, am Samstag fuhr er quasi mit dem letzten Aufgebot zum Saisonfinale nach Rheine. Bei der Reserve des FCE trumpften die Lengericher mit schweren Beinen und trägem Kopf auf und ließen sich so richtig das Fell über die Ohren ziehen. Zwar blieben die Hausherren „nur“ mit 2:1 (1:0) siegreich, ein weitaus höherer Erfolg wäre aber möglich gewesen. Allein bei Torhüter René Schenke durften sich die Preußen bedanken, dass das Ergebnis im Rahmen blieb.

„Mir war klar, dass wir nicht viel reißen würden“, gestand Dietmar Schallenberg, „so schlecht habe ich die Mannschaft allerdings nicht erwartet. Das war eine der schwächsten Saison-Leistungen überhaupt.“

Während sich die Preußen auf einen gemütlichen Saisonausklang eingestellt hatten, gab der FCE Rheine richtig Gas. Die Truppe von Trainer Norbert Tilla entwickelte gleich einen ordentlichen Zug zum Tor. Alleine Igor Romanov hatte in der ersten halben Stunde fünf Großchancen. Der Pfosten, René Schenke oder ein gegnerisches Bein - irgendwas verhinderte jeweils den Torjubel.

Nach einer halben Stunde war der Bann für den FCE dann aber doch gebrochen. Danny Köhler hämmerte einen Freistoß von rechts an die Unterkante der Latte, mit einem Reflex fischte Schenke den anschließenden Kopfball von Kapitän Stefan Schmitz noch von der Linie, gegen den abermaligen Kopfstoß von Nitsche war er dann aber machtlos - das verdiente 1:0 für die Hausherren.

Die Preußen kamen in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich vor den Rheiner Kasten. Sahin Günana zog den Ball gefährlich vor das Tor von Christopher Storp, doch der FCE-Schlussmann war schnell unten und fischte die Kugel vor zwei einschussbereiten Lengerichern weg.

Auch im zweiten Durchgang hieß das erste Duell Günana gegen Storp. Lengerichs Stürmer, der in der nächsten Saison zu Emsdetten 05 wechselt und schon von seinem neuen Trainer Bodo Gadomski beobachtet wurde, zwang Storp per Drehschuss zu einer erneuten Glanzparade.

Kurze Zeit später musste Rheine dann aber doch den Gegentreffer hinnehmen. Pascal Heermann hatte sich gegen Alexander Meyer durchgesetzt, passte quer auf Jörg Sprehe, und dieser brauchte aus einem Meter nur noch den Fuß hinzuhalten.

Trotz weiterer drückender Überlegenheit der Hausherren schien sich ein Unentschieden anzubahnen - bis fünf Minuten vor dem Abpfiff. Sascha Pakularz verwertete eine Vorlage des eingewechselten Ricardo Gomes zum hochverdienten 2:1-Sieg für den FCE.

SC Preußen Lengerich: Schenke - Schevemann, Rutkowski (84. Kisker), Kube, Cirkovic, Heemann, Markaj, Homm, Fleige (64. Sprehe), Höwing, Günana.

Tore: 1:0 Nitsche (30.), 1:1 Sprehe (68.), 2:1 Pakularz (85.).

Quelle: Westf. Nachrichten vom 31. Mai 2010 - Autor: ALFRED STEGEMANN
 

jacob westphal
http://www.preussen-lengerich.de
erstellt am 31.05.2010

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